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Umsatzsteuerrecht-Reform in der EU, „Quick Fixes“:

Die EU-Finanzminister haben am 02.10.2018 unter dem Schlagwort „Quick Fixes“ verschiedene Umsatzsteuermaßnahmen beschlossen. In diesen Maßnahmen wird der sog. „zertifizierte Steuerpflichtige“ nicht mehr erwähnt. Es ist zu vermuten, dass diese Maßnahme nicht mehr umgesetzt wird, da das Konzept viel Kritik erfahren hat:

Darunter fielen die Argumente des hohen Umstellungsaufwandes in zeitlicher, finanzieller, technischer und personeller Hinsicht. Ferner wurde vom Deutschen Steuerberaterverband hingewiesen, dass es für kleine Unternehmen mit geringeren Personalressourcen zu Schwierigkeiten kommen könnte. Diese würden damit letztendlich zu „Steuerpflichtigen zweiter Klasse“. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass nicht zertifizierte Unternehmen unter einen Generalverdacht geraten würden und als „unzuverlässige“ Geschäftspartner angesehen werden könnten.

Die wichtigsten Merkmale der EU-Mehrwertsteuerreform im Überblick:

  • Id.-Nr. wird materielle Voraussetzung für die USt.-Befreiung von innergemeinschaftlichen Lieferungen
  • Änderung bei Verbringungsnachweisen
  • Einheitliche Zuordnungsregelung bei innergemeinschaftlichen Reihengeschäften
  • Vereinfachung für grenzüberschreitende Konsignationslager

Die Umsetzung der Reform „Quick Fixes“ ist erst zum 01.01.2020 zu erwarten. Da das Konzept noch nicht ausgereift ist, ist zu erwarten, dass die oben genannten Ausführungen und Merkmale ganz anders kommen werden.

 

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