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Neufassung der Klärschlammverordnung


mit der neuen Klärschlammverordnung soll der nachhaltige Umwelt- und Ressourcenschutz weiter vorangetrieben werden. Insbesondere werden in ihr die Weichen für eine umfassende Rückgewinnungspflicht von Phosphor aus Klärschlämmen gestellt. Diese Pflicht greift jedoch erst ab 2029 und betrifft ausschließlich Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Ausbaugröße von mehr als 100.000 Einwohnerwerten bzw. Anlagen mit einer Ausbaugröße von mehr 50.000 Einwohnerwerten ab dem Jahr 2032. Wie die Phosphorrückgewinnung sichergestellt wird, bleibt den Klärschlammerzeugern selbst überlassen. Bis zum Jahr 2023 muss der zuständigen Behörde ein Bericht über die geplanten Maßnahmen zur Phosphorrückgewinnung vorgelegt werden.

Bereits unmittelbar und für alle Klärschlammerzeuger gelten die verschärften Anforderungen an die bodenbezogene Klärschlammverwertung. Unter anderem sind Klärschlämme künftig auch auf die Parameter Arsen, Chrom VI, Thallium, Eisen, Benzo(a)pyren sowie auf polyfluorierte Verbindungen und dioxinähnliche PCB zu untersuchen. Auch bei den Bodenuntersuchungen sind künftig Polychlorierte Biphenyle und Benzo(a)pyren zu berücksichtigen. In Bezug auf die Überprüfungen wurden die Grenzwerte für Zink, AOX und PCB angepasst.

Untersuchung auf Schadstoffe alle 2 Jahre


Die Untersuchung auf Schadstoffe ist – wie bislang auch – alle zwei Jahre durchzuführen. Die übrigen Analysen sind je angefangener Trockenmasse von 250 Tonnen, höchstens jedoch einmal monatlich, vorzunehmen. Dieses Intervall verlängert sich auf drei Monate, sofern jährlich weniger als 750 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse anfallen.

Eine weitere Neuerung ist das Verbot der Klärschlammverwertung in Wasserschutzgebieten. Neben dem bisherigen Verbot für die Schutzzonen I und II wurde nun auch die Aufbringung in Zone III untersagt. Schlussendlich sieht die neue Verordnung verschärfte Bereitstellungspflichten hinsichtlich der Feldrandlagerung von Klärschlamm vor. Diese wird auf eine Woche beschränkt.



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