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Neue Vorsorgepflicht für Tätigkeiten im Freien mit intensiver UV-Belastung – sicher mit dem GEORG Compliance Manager handeln

Mit der Anpassung der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) führt der Gesetzgeber eine neue Angebotsuntersuchung für Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung ein. Eine intensive Belastung liegt immer dann vor, wenn der Mitarbeiter regelmäßig mindestens eine Stunde am Tag der natürlichen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Dies betrifft neben den klassischen Berufsfeldern, wie die Baubranche, auch eine Vielzahl von produzierenden Unternehmen. Gibt es beispielsweise Mitarbeiter, die aufgrund von mehrfachen Rundgängen im Außenbereich, der Abfall- oder Anlagenaufsicht auf dem Betriebsgelände oder logistischen Tätigkeiten, einen wesentlichen Teil ihrer Arbeitszeit im Freien verbringen, ist ihnen eine Vorsorgeuntersuchung anzubieten. Über eine Gefährdungsbeurteilung ermitteln Sie, welche Tätigkeiten konkret bei Ihnen unter den neuen Angebotsvorsorgeanlass fallen.

Hintergrund der Neuregelung ist die Aufnahme von Plattenepithelkarzinomen und multiplen aktinischen Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung in die Berufskrankheiten-Verordnung. Diese haben sich seitdem gemeinsam mit der Lärmschwerhörigkeit zu den häufigsten Berufskrankheiten entwickelt. Durch die Aufnahme der neuen Angebotsvorsorge sollen die Krankheitszahlen verringert und der Schutz der Mitarbeiter vor natürlicher UV-Strahlung verbessert werden.

Neben der neuen Angebotsvorsorge stellt der Gesetzgeber zudem klar, dass sich das Treffen von Schutzmaßnahmen gegenüber den auf dem Betriebsgelände auftretenden Gefährdungen auch auf die Belastung durch natürliche UV-Strahlung beziehen muss. Bislang haben Unternehmen dieser Gefährdung viel zu selten Beachtung geschenkt. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber in die ArbMedVV nun auch explizit den Hinweis auf das Treffen von Schutzmaßnahmen gegenüber natürlicher UV-Strahlung aufgenommen. Demnach ist durch geeignete Schutzmaßnahmen sicherzustellen, dass die Belastung möglichst gering gehalten wird. Die BG RCI nennt in einem Hinweisblatt beispielhaft technische, organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen, wie das Verlegen von Tätigkeiten im Freien unter Dächer bzw. Überdachungen oder auch das Bereitstellen von Kopfbedeckungen und Sonnenschutzmitteln, die für einen wirksamen Schutz vor natürlicher UV-Strahlung geeignet sind.

 

Update: Konkretisierung der „intensiven Belastung“ durch UV-Strahlung

Die neue AMR 13.3 konkretisiert die kürzlich veröffentlichte Pflicht zur Angebotsvorsorge und zum Treffen von Schutzmaßnahmen bei einer regelmäßigen, intensiven Belastung durch natürliche UV-Strahlung. Demnach ist in Deutschland von einer solchen Belastung auszugehen, wenn Tätigkeiten im Freien in der Zeit von April bis September zwischen 10 und 15 Uhr ab einer Dauer von insgesamt mindestens einer Stunde pro Tag an mindestens 50 Arbeitstagen ausgeführt werden. Für Tätigkeiten im schattigen Außenbereich und Tätigkeiten außerhalb von Deutschland legt die Arbeitsmedizinische Regel weitere Parameter fest.

 

Mit dem GEORG Compliance Manager erhalten Sie automatisch die neuesten Anforderungen zum Arbeitsschutz als einfach formulierte Handlungspflichten. Durch Delegation dieser digitalen Aufgaben an den Ausführungsverantwortlichen stellen Sie eine schnelle und sichere Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen sicher.

Haben Sie Fragen zu der neuen Angebotsvorsorge oder der Umsetzung von Schutzmaßnahmen? Kontaktieren Sie uns!

Ihr Ansprechpartner

Tim Bieber
Telefon +49 (0)6022 2656-127
E-Mail t.bieber@martin-mantz.de

 

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