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Neu: arbeitsmedizinische Vorsorge nach AMR 6.6

AMR 6.6 - Impfungen, präexpositionelle Chemoprophylaxe und Notfallprävention als Bestandteil der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach ArbMedVV bei tätigkeitsbedingten Auslandsaufenthalten mit Infektionsgefährdungen, Neuaufnahme


Mit der Bekanntmachung der AMR 6.6 ist die arbeitsmedizinische Vorsorge bei tätigkeitsbedingten Auslandsaufenthalten mit Infektionsgefährdungen hinsichtlich Impfungen, präexpositioneller Chemoprophylaxe und Notfallprävention konkretisiert worden.

Arbeitsmedizinische Vorsorge kommt bei tätigkeitsbedingten Auslandsaufenthalten in Betracht:

  • bei Tätigkeiten in Tropen, Subtropen und sonstigen Auslandsaufenthalten mit besonderen klimatischen Belastungen und Infektionsgefährdungen (Pflichtvorsorge),
  • am Ende einer Tätigkeit, bei der eine Pflichtvorsorge zu veranlassen war (Angebotsvorsorge),
  • bei allen anderen tätigkeitsbedingten Auslandsaufenthalten (beispielsweise bei geographischen Besonderheiten, wie Arbeiten in Polarregionen), sofern eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann (Wunschvorsorge).

Gefährdungsbeurteilung zur Feststellung des Infektionsrisikos

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist festzustellen, ob ein tätigkeitsbedingtes und im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt und grundsätzlich – also unabhängig vom einzelnen Arbeitnehmer – eine Impfung anzubieten ist. Zu beachten ist dabei, dass auch der mit der Tätigkeit verbundene Aufenthalt selbst tätigkeitsbedingt ist.

„Der Aufenthalt schließt grundsätzlich die erwartbare Freizeitgestaltung mit ein, solange sie im üblichen Rahmen liegt. Inwieweit die Infektionsgefährdung, die sich aus der Freizeitgestaltung ergibt, als tätigkeitsbedingt anzusehen ist, hängt unter anderem auch von der Länge des Auslandsaufenthaltes ab.„,

wird konkretisierend in Nummer 3 Absatz 4 aufgeführt.

Sofern der Arbeits- bzw. Betriebsmediziner oder der Tropenmediziner zusätzliche Impfangebote für notwendig erachtet, hat er dies dem Arbeitgeber mitzuteilen und dem Beschäftigten im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge anzubieten.

Beachten Sie bitte:

  • Bei Ablehnung muss das Impfangebot dem Beschäftigten anlässlich der nächsten arbeitsmedizinischen Vorsorge erneut unterbreitet werden.
  • Die Tätigkeit darf auch bei Ablehnung des Impfangebotes ausgeführt werden.
  • Die Dauer des Immunschutzes kann die Frist bis zur nächsten arbeitsmedizinischen Vorsorge beeinflussen.
  • Die Kosten hat der Arbeitgeber zu tragen.

Die Vorsorgebescheinigung erstellt der Arzt nach dem Vorsorgetermin. Für weitere Termine, z.B. zur Überprüfung des Impfstatus werden keine Bescheinigungen ausgestellt.



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