ANSPRECHPARTNER

Geänderte EU-Abfallrichtlinien

Quelle: pixabay.com

Die insgesamt vier Änderungsrichtlinien des europäischen Abfallpakets sind im Amtsblatt der EU vom 14. Juni 2018 veröffentlicht worden. Damit sind sie am 4. Juli 2018 in Kraft getreten. Den Mitgliedstaaten der EU steht danach ein Zeitraum von zwei Jahren zur Umsetzung dieser neuen Regeln für die Abfallwirtschaft zur Verfügung.

Die herbeigeführten Änderungen betreffen die:
• Abfallrahmenrichtlinie (EG/2008/98)
• Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle (94/62/EG),
• Richtlinie über Abfalldeponien (1999/31/EG),
• die Richtlinie über Altfahrzeuge (2000/53/EG),
• Richtlinie über Batterien und Akkumulatoren sowie Altbatterien und Altakkumulatoren (2006/66/EG) und
• Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (2012/19/EG).

Die Änderungen erfolgen durch insgesamt vier Änderungsrichtlinien:
• Die Änderungsrichtlinie zur Abfallrahmenrichtlinie (Richtlinie (EU) 2018/851 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle).
• Die Änderungsrichtlinie zur Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Richtlinie (EU) 2018/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle).
• Die Änderungsrichtlinie zur Richtlinie über Abfalldeponien (Richtlinie (EU) 2018/850 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 1999/31/EG über Abfalldeponien).
• Die Änderungsrichtlinie zur Richtlinie über Altfahrzeuge, der Richtlinie über Batterien und Akkumulatoren sowie Altbatterien und Altakkumulatoren sowie der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (Richtlinie (EU) 2018/849 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Mai 2018 zur Änderung der Richtlinie 2000/53/EG über Altfahrzeuge, der Richtlinie 2006/66/EG über Batterien und Akkumulatoren sowie Altbatterien und Altakkumulatoren sowie der Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte).

Die vier Rechtsakte des Pakets sind Teil einer Verlagerung der EU-Politik hin zu einer Kreislaufwirtschaft, d.h. einem System, bei dem der Wert von Produkten, Materialien und Ressourcen in der Wirtschaft so lange wie möglich erhalten bleibt. Mit den Richtlinien werden Maßnahmen festgelegt, die dem Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit dienen, indem die Erzeugung von Abfällen und die schädlichen Auswirkungen der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen vermieden oder verringert wird, die Gesamtauswirkungen der der Ressourcennutzung reduziert und die Effizienz der Ressourcennutzung verbessert werden.

Die neuen Regeln sehen vor, dass ab 2025 mindestens 55% der Siedlungsabfälle recycelt werden müssen, ab 2030 gilt das für 60% und ab 2035 für 65%. Recyclingziele für Verpackungen betragen 65% ab 2025 und 70% ab 2030 mit spezifischen Zielen für Papier und Pappe, Kunststoffe, Glas, Metall und Holz. Deutschland hat derzeit eine Recyclingquote von Siedlungsabfall von circa 66%, Österreich von 59%. Nach den neuen Vorschriften darf die maximale Deponierungsquote für Siedlungsabfall ab 2035 nur noch 10 Prozent betragen.

Sie haben Fragen – Rufen Sie uns an! Ihr Team der Martin Mantz GmbH
Telefon +49 (0)6022 2656-0 | E-Mail info@martin-mantz.de